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Adaptation - Anpassung an das Licht

Die Adaptationsmechanismen
Anpassung der Netzhaut an unterschiedliche Beleuchtungsverhältnisse in Intensität und Farbe. (Bezieht sich nicht auf die Änderung der Pupillen weite, sondern nur auf Veränderungen innerhalb der Netzhaut). Es werden dabei Leuchtdichtenunterschiede von 1 bis 10 Millionen kompensiert.

1.Grund: Übergang vom Zapfen- zum Stäbchensehen ; Stäbchen sind etwa 1000 mal empfindlicher
2.Grund : Molekulare Veränderungen innerhalb der Rezeptoren

Es kommt bei der Helladaptation zu einem Ausbleichen der Sehstoffe, d.h. es sind weniger Sehstoffe vorhanden und die Rezeptoren sind damit unempfindlicher.
Ein Lichtreiz wird duch die Absorption von Lichtquanten in den Rezeptoren ausgelöst. Dadurch erfolgt eine Veränderung der Molekularstruktur der Rodopsinmolekülen, die mit einer Potenzialdifferenz von ca. 30 Mikrovolt verbunden ist.

Momentadaptation:
Kurzzeitige Störungen der Adaptation (wenige Sekunden) führen zu keiner bleibenden Veränderung der Adaptationsverhältnisse. Der alte Adaptationszustand bleibt z.B. nach kurzzeitiger Blendung durch ein entgegenkommendes Fahrzeug bestehen.

Adaptationsblendung:
- bedeutet, dass die Adaptationsverhältnisse nicht den Beleuchtungsverhältnissen entprechen; z.B. beim Verlassen eines dunklen Raums ins Frei oder bei der Einfahrt in einen Tunnel

Relativblendung:
- tritt auf, wenn im Gesichtsfeld grössere Leuchtdichtenunterschiede bestehen.
- lokalbegrenzte Blendung

Absolutblendung:
- Umfeldleuchtdichte übersteigt die Adaptationsfähigkeit des Auges

Nachbilder
Ein Seheindruck kann nach dem Abbruch der Reizeinwirkung noch nachwirken. Die Zeitdauer ist dabei abhängig von der Dauer und der Intensität des Seheindrucks. Nachbilder erscheinen dabei in einem Wechsel von hellen und dunklen Phasen. Nachbilder von farbigen Seheindrücken erscheinen dabei in ihren Komplementärfarben. Nachbilder spielen beim Erkennen von Bewegungen eine grosse Rolle.