Abbildungsfehler bei Brillengläser
Alle Brillengläser haben in Abhängigkeit ihrer Stärke Abbildungsfehler. Lernen Sie die einzelnen Abbildungsfehler kennen:
Farbsaum
Der Farbsaum wird dann als störend empfunden, wenn die Wahrnehmbarkeitsschwelle von 0,12 crn/m erreicht bzw. überschritten wird. Diese 0,12 crn/m entspricht einer Farbsaumbreite von 0,12 cm in einem Meter Entfernung. Eine allgemeingültige Grenze kann allerdings nicht gezogen werden; ist von der Empfindlichkeit und der Sehanforderungen des Brillenträgers abhängig. Je weiter ausserhalb des optischen Mittelpunktes durchgeblickt wird, um so mehr divergieren die Farben blau und rot.
Die Farbsäume werden am Rand hin deutlicher. Sind keine kontrastreichende Gegenstände vorhanden, so werden auch keine Farbsäume erkannt; dafür aber störende Grauzonen, was wiederum eine Visusherabsetzung zur Folge hat. Ein Hyperoper nimmt wesentlich stärkere Farbsäume wahr als ein Myoper, da der erfasste Raum durch ein Plusglas wesentlich kleiner ist als durch ein Minusglas. Dadurch ist ein Hyperoper gezwungen wesentlich mehr Blickbewegungen zu machen als ein Myoper.
